
- Wie werden wir die Zukunft des Rhein-Neckar-Kreises
gestalten?
- Welche Auswirkungen hat die demografische
Entwicklung?
- Welche Strukturen müssen überdacht
werden?
Zu diesen Themen hat die CDU-Kreistagsfraktion
folgendes Arbeitspapier einstimmig verabschiedet:
Demografische Entwicklungen berücksichtigen
- Die Bevölkerung im Rhein-Neckar-Kreis
wird bis 2025 nach den vorliegenden
Prognosen geringfügig
abnehmen.
- Der Anteil der erwerbstätigen
Bevölkerung wird sinken.
- Die Zahl der Kinder und Jugendlichen
verringert sich.
- Die Zahl der über 65jährigen
steigt an.
- Die Zahl der Hochbetagten über
80 Jahre nimmt zu.
Mit solider Finanzpolitik die Zukunft
sichern
Solide Finanzpolitik ist Grundlage für
alle künftigen Entwicklungen. Deshalb:
- Optimierung von Dienstleistungen
in den Einrichtungen des Rhein-Neckar-Kreises
- Begrenzung der Personalkosten
bei Vorgabe des Leistungs- und Qualitätsrahmens
- Investitionstätigkeit
angepasst an die demografische Entwicklung
- Überprüfung der
Investitionen auf Folgekosten
- Rückführung der
Verschuldung
Zukunftsorientierte
Schulen
Der Rhein-Neckar-Kreis
verfügt an 8 Schulstandorten über
ein attraktives Berufs- und Sonderschulwesen
für 10.000 Schülerinnen und
Schülern. Dafür stellt er Klassenzimmer,
Fachräume und Werkstätten
auf hohem Standard zur Verfügung.
Bildung ist der wichtigste
Rohstoff für Wirtschaft und Gesellschaft.
Das Bildungssystem entscheidet über
die Lebenschancen und Lebensperspektiven
unserer Kinder und Jugendlichen. Eine
steigende Qualität von Bildung und
Ausbildung ist Voraussetzung dafür,
dass unser Land den immer dynamisch werdenden
gesellschaftlichen, sozialen und technologischen
Wandel bewältigen kann. Nur so wird
es im europäischen und weltweiten
Wettbewerb der Standorte bestehen, denn
- Die Zahl der Berufsschüler
bleibt bis 2012 stabil, danach wird
sie rückläufig.
- Die Zahl der Berufsfelder
nimmt zu und die Zahl der Klassen
bleibt gleich.
- Neue Bildungsanforderungen
erfordern zusätzliche Fachräume.
- Die Zahl der Behinderten
nimmt durch den medizinischen Fortschritt
zu
Folgende Maßnahmen sind daher
notwendig:
- Die Berufsschulen müssen
weiter gestärkt und ausgebaut
werden.
- Die Sonderschulen müssen
durch den Neubau der Martinsschule
den neuen Herausforderungen insbesondere
für Mehrfachbehinderte gerecht
werden.
Kinderbetreuung hat Priorität
Die Kinderbetreuung hat für die
CDU hohe Priorität. Denn:
- die Kinderzahl nimmt ab,
- die Zahl der Alleinerziehenden
nimmt zu,
- die Ganztagsbetreuung und
Betreuung von Kleinkindern werden
immer wichtiger.
Das Kreisjugendamt wird bei den Gemeinden
auf die Erfüllung dieser Aufgabe
hinwirken.
Krankenversorgung
garantieren
Der Rhein-Neckar-Kreis betreibt vier
Krankenhäuser in Sinsheim, Eberbach,
Schwetzingen und Weinheim und gewährleistet
die Grund- und Regelversorgung, vier
Pflegeheime in Sinsheim, Schwetzingen,
Nußloch und Weinheim sowie drei
geriatrische Reha-Kliniken in Sinsheim,
Schwetzingen und Weinheim. Deshalb:
- Die CDU bekennt sich zur
flächendeckenden Versorgung
und wird den Weg der Kooperation
mit den niedergelassenen Ärzten
weitergehen.
- Die Zahl der Menschen über
65 und der Hochbetagten über
80 Jahre nehmen zu
- Die altersbedingten Krankheiten
und die Verweildauer in den Krankenhäusern
nehmen zu.
- Neue Behandlungsmethoden
erfordern zusätzliche Anforderungen
an die Krankenhäuser
- Die Nachfrage nach Kurzzeitpflege
wird zunehmen.
- Betreuungsbedarf wird trotz
rückläufiger Einwohnerzahl
steigen
- An der Kombination Krankenhäuser,
Reha-Einrichtungen, Schwerpunktpflegeheime
muss festgehalten werden
- Der Bau und Betrieb von Pflegeheime
wird vorrangig in den Händen
von kirchlichen, karitativen, sozialen
und privaten Organisationen liegen.
Soziale Sicherung
als Kernaufgabe des Kreises gewährleisten
Der Rhein-Neckar-Kreis
trägt die Kosten der Jugend- und
Sozialhilfe von über 144 Millionen € Daraus
ergeben sich folgende Forderungen an
die Bundes- und Landespolitik:
- Jugendhilfe und Sozialhilfe
sind unverändert die finanziell
aufwändigsten Verpflichtungen
des Kreises. Diese Last kann der
Kreis auf Dauer nicht aus eigener
Kraft tragen.
- Bundes- und Landespolitik
müssen endlich die Dynamik der
kommunalen Ausgaben für soziale
Leistungen erkennen und die Kommunen
vor finanziellen Überforderungen
schützen.
- Die finanziellen Auswirkungen
einer immer älter werdenden
Bevölkerung müssen sowohl
bei den laufenden Leistungen als
auch bei den Investitionskosten gemeinsam
von Bund, Ländern, Kreise und
Gemeinden mit einer anteiligen Finanzierungsstruktur
getragen werden.
- Die Eingliederungshilfe beruht
auf dem Auftrag des Grundgesetzes
und ist keineswegs eine kommunale
Selbstverwaltungsaufgabe, sondern
eine gemeinsame Aufgabe von Bund,
Ländern, Kreise und Gemeinden.
Ehrenamtlicher Tätigkeit fördern
Ohne ehrenamtliche Tätigkeit gäbe
es wesentlich weniger Aktivitäten
bei den sport- und den kulturtreibenden
Vereinen, bei den sozialen Organisationen
und der Feuerwehr sowie im Jugendbereich
schlechthin. Ehrenamtliche Tätigkeit
zu fördern, bleibt für die
CDU deshalb außerordentlich wichtig.
Deshalb fördert der Rhein-Neckar-Kreis:
- Soziale Einrichtungen der
Liga der freien Wohlfahrtspflege
(AWo, Caritas, Diakonie, Rotes Kreuz
und Deutscher Paritätischer
Wohlfahrtsverband)
- Psychologische Beratungsstellen
(Erziehungsberatungsstelle)
- Sportjugend und Sportverbände
- Kreisjugendring
Intelligente Verkehrsinfrastruktur
realisieren
Die Verkehrsinfrastruktur muss stets
verbessert werden. Gefragt sind intelligente
Verkehrssysteme. Das bedingt sowohl den
Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
und einen bedachtsamen überörtlichen
Straßenbau, denn:
- Die Mobilität der Menschen
nimmt zu.
- Die Senioren nutzen zunehmend
den ÖPNV.
- Der Klimaschutz steht auf
der Agenda
- Der Nahverkehrsplan und der
Kreisstraßenverkehrsplan sind
umzusetzen.
- Der Öffentliche Personennahverkehr
und das S-Bahn-Netz müssen weiter
ausgebaut werden.
- Unsere Kreisstraßen
müssen verkehrsgerecht und umweltschonend
unterhalten und erweitert werden.
Eigenständiges Profil
mit Kunst und Kultur erhalten
Der Rhein-Neckar-Kreis fördert
die Jugendmusikschulen, die Junge Philharmonie
und die Jazz-Big-Band. Er hat ein kreisbezogenes
Kulturförderprogramm, das Raum für
eigene Aktivitäten bietet. Außerdem
entstand die Kreiskulturstiftung Rhein-Neckar
e. V., die ihrerseits den Kreis bei seiner
Kulturarbeit unterstützt. Heute
verfügt der Kreis über ein
eigenständiges Kulturprofil durch:
- die Kreiskulturstiftung
- die Kreiskulturwoche
- den Ankauf von Kunstwerken
Bürgerfreundliche
Abfallwirtschaft erhalten
Die Abfallwirtschaft stellt uns vor
neue Herausforderungen. Unsere abfallwirtschaftlichen
Ziele sind:
- Gebührenstabilität
und Erhaltung unseres Bürgerservices
- Erwirtschaftung von Deckungsbeiträgen
zur Stabilisierung der Gebühren
aus privatwirtschaftlichen Aktivitäten
der Abfallverwertungsgesellschaft
- Qualität unseres Abfuhrsystems
- Erhaltung der bewährten
grünen Tonne plus
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