Vertreter des AVR – Aufsichtsrats und des Kreistags besichtigten die Großbaustelle der Bioabfallvergärungsanlage und der Biogasanlage. Damit wird aus den biologischen Abfälle Energie und Kompost erzeugt – ein Beitrag zum Klimaschutz.

Bis zum Frühjahr 2019 soll die Bioabfallvergärungsanlage mit Biogasanlage fertig. Im Endausbau sollen ca. 60.000 Tonnen Bioabfall hier pro Jahr zu Biogas und Kompost weiterverarbeitet werden. Bioabfälle aus dem südlichen Rhein-Neckar-Kreis sollen dort verwertet werden. Der Rohbau ist nahezu fertiggestellt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 45 Millionen Euro. Im Frühjahr soll die Anlage in Betrieb gehen. Der Nennlastbetrieb wird voraussichtlich im Sommer erreicht. Bis zu 300 Tonnen Bioabfall könne die Anlage pro Tag verarbeiten. Einen Synergieeffekt entsteht beim Trocknen des späteren Komposts Die Wärme kommt vom nebenstehenden Biomasseheizkraftwerk. 13 neue Arbeitsplätze entstehen in der künftigen Biovergärungsanlage, die 24 Stunden am Tag in Betrieb sein wird.

Die Konzeption
Von der Anlieferungshalle wirft ein automatisierter Kran den Müll in einen Zwischenbunker. Von dort gelangt er über Fördertechnik in den Fermenter. Zwei davon entstehen auf dem Gelände: In ihnen vergärt der Bioabfall, dabei entsteht Biogas, das aufbereitet und ins Netz eingespeist wird. Der flüssige Gärrest wird in einer Konditionierungsanlage vorgetrocknet und mit holzigem Material vermischt. In Rottetunneln wird er per Fußbodenheizung und Belüftung zwischen 14 Tage und drei Wochen getrocknet, bis daraus Rohkompost entstanden ist. Dieser wird dann noch mechanisch aufbereitet und von Fremdstoffen wie Plastik oder Metall befreit. Der fertige steht zum Versand bereit.

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Michael Till

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