Im Rahmen ihrer Besuche bei Kreiseinrichtungen führte die CDU-Kreistagsfraktion ein Informationsgespräch unter Leitung der stellv. Fraktionsvorsitzenden Inge Oberle mit dem GRN-Klinikleiter Markus Kieser.

Die GRN-Klinik Weinheim als Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung mit 220 Planbetten verfügt über die Fachabteilungen Anästhesie und Intensivmedizin, Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Innere Medizin, Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Wirbelsäulenchirurgie. Darüber hinaus gibt es eine HNO-Belegabteilung und eine Kooperation im Fachbereich Proktologie. 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versorgen im Jahr etwa 11.000 stationäre Patienten und rund 13.700 ambulante Notfälle. Hinzu kommen über 1.300 ambulante Opera-tionen. Jährlich erblicken in der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe rund 700 Babys das Licht der Welt. Die Klinik ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Heidelberg.
In unmittelbarer Nachbarschaft zur GRN-Klinik entsteht das neue "GRN-Betreuungszentrum und Altersmedizin Weinheim“, das im 1. Halbjahr 2020 in Betrieb gehen wird. Das neue Betreuungszentrum kostet 47 Milo. €, davon trägt der Rhein-Neckar-Kreis 24,2 Mio. €, 5,8 Mio. € kommen aus Eigenmitteln der Gesundheitszentren Rhein-Neckar (GRN). 17 Millionen Euro stammen aus Krediten, die ebenfalls die GRN aufgenommen haben.
Mit dem Betreuungszentrum erwächst in den neuen Gebäuden auch ein "Altersmedizinisches Zentrum". In dem neuen Pflegezentrum gibt es Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Einrichtungen für psychisch kranke Men-schen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um körperliche oder seelische Behinderungen, Suchterkrankungen oder Persönlichkeitsstörungen handelt. Ein multiprofessionelles Team von Mitarbeitern aus den Bereichen Pflege und Betreuung sowie der Sozial- und Arbeitstherapie wird den Bewohnern eine Lebensumgebung anbieten, die zum einen Sicherheit und Schutz bietet, zum anderen aber auch Entfaltungsmöglichkeiten zulässt "also eine persönliche, individuelle Weiterentwicklung gewährleistet". Demente und psychisch behinderte Frauen und Männer finden - teils vollstationär, teils in Kurzzeitpflege – dort ihre Heimat. Das altersmedizinische Zentrum mit Betten für die Geronto-Psychiatrie sowie die Akut-Geriatrie wird mit dem Psychiatrischen Zentrum Nordba-den betrieben. Das Konzept der Akutgeriatrie widmet sich insbesondere den speziellen medizinischen Bedürfnis-sen älterer Patienten bereits während ihres stationären Krankenhausaufenthalts und damit schon vor einer even-tuellen Rehabilitation. Oberstes Ziel ist es, die Selbstständigkeit der Patienten zu erhalten oder wiederherzustellen.
Mit der Kombination aus Krankenhaus und Betreuungszentrum entsteht ein Vorzeigemodell in der Region und über die Region hinaus. Insgesamt stehen 500 Betten zur Verfügung.
In der anschließenden sehr intensiven Diskussion wurden die Unterfinanzierung der Krankenhäuser durch die Kassen und das Land Baden-Württemberg ebenso diskutiert wie die Herausforderungen der Gewinnung von Fachkräften beim Pflegepersonal. Die CDU-Kreisrätinnen und –Kreisräte zeigten sich beeindruckt von der Leis-tungsfähig der Klinik und von dem Engagement der Klinikleitung, qualifiziertes Personal für den Pflegebereich zu gewinnen.

Bildunterschrift:
v.l. Bruno Sauerzapf, Holger Karl, Hans-Wolfgang Riedel, Inge Oberle, Klaus Pfaff

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Michael Till

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